Leifaden zum agritourismus
Der Agritourismus ist der ideale Ort für all jene, die eine vom städtischen Leben verschiedene Welt kennen lernen und nach ihrem Urlaub gesunde Verhaltensweisen und einzigartige Erinnerungen mit nach Hause nehmen möchten.
Warum?
- In erster Linie, weil es sich beim Agritourimus um einen landwirtschaftlichen Betrieb handelt, in dem gearbeitet und erzeugt wird. In der Stadt oder direkt am Meer ist es unmöglich, solch einen Betrieb zu finden.
- Es ist kein Hotel und auch keine Gastwirtschaft am Land, sondern ein richtiger Mikrokosmos, der in Harmonie mit dem bebauten Land erzeugt und lebt.
- Es ist jener Ort, an dem der Landwirt seine Erfahrung den Gästen zur Verfügung stellt und sie auf ihrer Entdeckungsreise in die bäuerliche Kultur, die lokalen Erzeugnisse und die ländliche Umgebung begleitet.
- Der Agritourismus ist Synonym und Ausdruck herzlicher Gastfreundschaft: der Gast fühlt sich zugehörig und ganz wie zu Hause.
- Ökologischer Urlaub: naturreine Gerichte im Einklang mit der saisonbedingten Verfügbarkeit der Produkte bei Tisch, Recycling der Abfälle und ein ganz bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.
Es ist wichtig, diese fünf Aspekte zu beachten, wenn man sich für einen garantiert erlebnisreichen Urlaub am Bauernhof entscheidet, um nicht in seinen Erwartungen enttäuscht zu werden, aber auch um richtig darauf vorbereitet zu sein.
Auf nationaler Ebene ist der Agritourismus-Betrieb durch das Gesetz Nr. 98/06, auf regionaler Ebene durch jeweilige Sondergesetze geregelt. Letztere bestimmen die Größenordnung und Merkmale der sehr unterschiedlichen Tätigkeiten für das jeweilige Territorium. Diese Zersplitterung des Angebots bedeutet zugleich Reichtum, in dem sich Traditionen, Kulturen und Gewohnheiten widerspiegeln. Aber es ist nicht immer einfach, die Orientierung zu behalten und aus den vielen Angeboten richtig zu wählen.
Manchmal ist es nicht ausreichend, einen Katalog oder eine Homepage anzusehen. Für Auskünfte und Tipps ist es besser, sich direkt an das Sekretariat des (National-, Regional- oder Bezirks)Verbands zu wenden, dessen Personal die Gäste beraten kann, um so die jeweils am besten geeignete Lösung mit besonderem Augenmerk auf individuelle Wünsche zu finden.
Sucht man selbst aus den vielen Katalog- und Online-Angeboten aus, so empfiehlt es sich, die Angaben genau zu lesen, um die seinen Bedürfnissen entsprechend geeignetste Einrichtung auszuwählen. Ein Kontakt zum Besitzer, am besten telefonisch, ist bestimmt der beste Weg, detaillierte Auskünfte zu erhalten.
Die Reservierung, manchmal (Sommer, Weihnachts- und Osterzeit, Fenstertage im Frühjahr) verpflichtend, ist in jedem Fall empfehlenswert, um allfälligen Unannehmlichkeiten vorzubeugen.
Die dem Verband von Terranostra angehörigen Agritourismusbetriebe verpflichten sich mit ihrem Beitritt dazu, die in der Beitrittserklärung festgelegten Prinzipien einzuhalten: ein Vorschriftenkatalog, mit dem sich der Unternehmer damit einverstanden erklärt, eine familiäre, gastfreundliche Atmosphäre in seinem Betrieb und höchste Transparenz im Bereich der Kommunikation, Information sowie bei den Preisen zu garantieren, die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften einzuhalten, den Einsatz von Produkten im Sinne der „Null-Kilometer-Philosophie“ und damit aus der unmittelbaren Umgebung sowie die Bereitschaft, den eigenen Betrieb und die Erzeugnisse zugänglich zu machen und nicht zuletzt die Zustimmung zu den Prinzipien der Gründung „Das Land-unser Freund“ (Fondazione Campgana Amica) mit all ihren Initiativen.
Die Mitgliedsbetriebe von Terranostra sind leicht als solche zu erkennen: diese haben im Außenbereich die Plakette des Verbands anzubringen und im Innenbereich das Dokument zur Aufnahme aufzulegen; letztere ist wie ein Vertrag mit den Verbrauchern zu interpretieren, den die Betriebe auf unabdingbare Weise einhalten müssen, um Mitglied von Terranostra-Coldiretti-Fondazione Campagna Amica zu bleiben.


